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Serengeti-Park Hodenhagen: Fußballprofi Torsten Frings übernimmt die Schirmherrschaft der Serengeti-Park Stiftung

Foto: Serengeti-Park Stiftung/ Trainer Frings mit Nashorn

Foto: Serengeti-Park Stiftung/ Trainer Frings mit Leineschaf

Der ehemalige Fußballnationalspieler und aktuelle Cheftrainer des Zweitligisten SV Darmstadt 98, Torsten Frings, hat die Schirmherrschaft der Serengeti-Park Stiftung übernommen. Die Serengeti-Park Stiftung wurde 2011 auf Initiative des Serengeti-Park Hodenhagen ins Leben gerufen. Aufgabe der Stiftung ist die Förderung des Natur-, Umwelt- und Tierschutzes sowie der Entwicklungszusammenarbeit. Mit nachhaltigen Projekten im regionalen und globalen Rahmen sollen bedrohte Arten und seltene Nutztierrassen erhalten bleiben, sowie die Natur - und damit die Lebensgrundlagen für Menschen und Tiere - geschützt werden.

„Ich unterstütze die Serengeti-Park Stiftung, weil mir Tier- und Naturschutz besonders mit Blick auf die Zukunft unserer Kinder am Herzen liegen! Die Stiftung leistet durch ihre Aufklärungsarbeit einen wichtigen Beitrag, durch den nicht nur Kinder lernen können, wie wir aktiv unsere Umwelt schützen.“, erklärt Frings.

„Wir freuen uns, mit Torsten Frings einen erklärten Tierfreund als prominenten Unterstützer unserer Projekte zum Natur- und Artenschutz gewonnen zu haben“, so Dr. Fabrizio Sepe, Geschäftsführer der Stiftung.

Aktuelle Projekte der Serengeti-Park Stiftung sind unter anderem die Erhaltungszucht des Leineschafes, der Schutz heimischer Fledermausarten und die Mitarbeit an einer Studie zur Kommunikation von Breitmaulnashörnern. Darüber hinaus züchtet die Stiftung seit 2013 Heckrinder, die im Naturschutzgebiet „Totes Moor“ am Steinhuder Meer untergebracht sind, und unterstützt die Wild Chimpanzee Foundation (WCF), eine Organisation die sich für den Erhalt der Schimpansen in ihrem natürlichen Lebensraum in Westafrika engagiert.

 

 

Hintergrundinformationen zu den aktuellen Stiftungs-Projekten:  

Erhaltungszucht Leineschaf  

Weltweit gibt es 6.500 anerkannte Nutztierrassen, davon sind in den letzten hundert Jahren bereits zahlreiche ausgestorben. Es wird davon ausgegangen, dass jede Woche mindestens eine weitere Rasse verschwindet. Alleine in Deutschland stehen über 100 Rassen auf der „Roten Liste der gefährdeten Nutztierrassen“. Mit dem Aussterben dieser Nutztierrassen geht ein großer Anteil der genetischen Vielfalt bei Nutztieren verloren. Insbesondere die Landwirtschaft spezialisiert sich auf wenige Rassen, die auf hohe Leistungsmerkmale gezüchtet wurden. Alte Nutztierrassen zielten eher auf lange Lebensleistung und Robustheit hin. Die Serengeti-Park Stiftung unterstützt seit Jahren den Erhalt des Leineschafs. Dieses stammt ursprünglich aus Südniedersachsen und ist 2013 zur „Gefährdeten Nutztierrasse des Jahres“ erklärt worden. Die Stiftung hält eine kleine Herde, die regelmäßig nachzüchtet. Die Lämmer werden zum Erhalt der Rasse an andere Züchter abgegeben.  

Fledermäuse – Jäger der Nacht  

Fledermäuse bewohnen unsere Welt seit über 50 Millionen Jahren. Während des Tages schlafen Fledermäuse in geschützten Quartieren, wie Spechthöhlen, Rindenspalten, Dachstühlen oder den Zwischenräumen von Dachziegeln. Alle in Deutschland heimischen Fledermausarten ernähren sich vorwiegend von Insekten. Eine Fledermaus erbeutet pro Nacht ca. 1000-2000 Mücken. In Deutschland leben 25 Fledermausarten, von denen 19 in Niedersachsen heimisch sind. Alle heimischen Arten sind auf der Roten Liste, vier von ihnen sind bereits vom Aussterben bedroht. Vor allem der Gebrauch von Insektiziden in der modernen Landwirtschaft hat zu einem starken Rückgang an Insekten geführt, die Hauptnahrung der Fledermäuse. Aber auch der durch Sanierungsarbeiten und Baumfällungen entstandene Mangel an geeigneten Quartieren ist für viele Fledermäuse ein Problem. Die Stiftung hat Fledermauskästen angebracht, die den Fledermäusen als Sommerquartier dienen. Die Fledermäuse nutzen die Quartiere als Schlafplatz und als Wochenstube für die Aufzucht ihrer Jungtiere. Während der Sommermonate bietet die Serengeti-Park Stiftung Fledermausführungen an und informiert über diese einzigartigen Tiere und wie jeder Einzelne einen Beitrag zu ihrem Schutz leisten kann.  

Kommunikation bei Breitmaulnashörnern  

Nashörner kommunizieren neben hörbaren Tönen, wie Quietschen, Prusten, Schnauben oder Brüllen, auch in einer sehr tiefen Tonlage, dem Infraschallbereich. Dieser ist für unsere Ohren nicht wahrnehmbar und wird insbesondere bei der Kommunikation über große Distanzen verwendet. Mit speziellen Mikrofonen lassen sich solche Töne aber aufnehmen und später am Computer auswerten. Die Untersuchungen der Kommunikation könnten in Zukunft durchaus praktischen Nutzen im Artenschutz der bedrohten Breitmaulnashörner haben. In freier Wildbahn könnte man beispielsweise die Anzahl an Nashörnern in ihrem Verbreitungsgebiet mit Hilfe von Analysen der Laute individuell unterscheiden. Ebenso könnten darüber Altersstrukturen und Geschlechterverteilung einer Population erkannt werden. Die Studien an Nashörnern in Zoologischen Gärten dienen als Grundlagenforschung und ermöglichen erste Rückschlüsse auf das Verhalten der Tiere in freier Wildbahn zu ziehen. Dieses Projekt läuft in Kooperation mit der Tierärztlichen Hochschule Hannover.  

Naturnahe Beweidung mit Heckrindern  

Das Heckrind ist eine Nachzucht des 1627 ausgestorbenen Auerochsen. Die Brüder Heck waren die Ersten, die mit „Abbildzüchtungen“  versuchten eine Rinderrasse zu züchten, die dem ausgestorbenen Auerochsen möglichst nahe kommt. Dazu wurden Hausrindrassen, die dem Auerochsen in ihren Eigenschaften am Ähnlichsten waren, miteinander verpaart. Die naturnahe Beweidung ist ein Naturschutzinstrument zum Erhalt von Offenlandbiotopen. Im Gegensatz zu den durch Mahd entstandenen, einheitlichen Strukturen wird durch selektiven Viehverbiss ein vielfältiges Mosaik mit einer hohen Artenvielfalt geschaffen. Aus Naturschutzgründen ist die Erhaltung des Heckrindes von besonderem Interesse, da dieses für naturnahe Beweidungsprojekte eingesetzt werden kann. Heckrinder sind sehr robust und genügsam. Außerdem fressen sie sogenannte invasive, nicht in Deutschland heimische Pflanzenarten. Dazu zählt unter anderem die aus Nordamerika stammende Späte Traubenkirsche, die vielerorts heimische Baum- und Straucharten verdrängt. Die Serengeti-Park Stiftung züchtet seit 2013 eine kleine Herde Heckrinder. Seit 2015 besteht eine Kooperation mit der Region Hannover. Ein Teil des Naturschutzgebietes „Totes Moor“, östlich des Steinhuder Meers gelegen, wird durch die Beweidung der Heckrinder gepflegt. Im Juni 2016 ist die Herde der Stiftung auf eine 2 ha große Fläche gezogen. Der Einfluss der Beweidung auf die invasiven Pflanzenarten und auch die Veränderung der Vegetationsgesellschaften im Naturschutzgebiet „Totes Moor“ werden wissenschaftlich begleitet.  

Schimpansenschutz in Westafrika  

In der freien Wildbahn leben weniger als 100.000 Schimpansen. Für den starken Rückgang der Schimpansen gibt es im Wesentlichen drei Gründe: Die fortschreitende Rodung der Regenwälder für Palmölplantagen und die Förderung von Bodenschätzen, sowie die Jagd für Bushmeat und die zunehmende Ausbreitung des Menschen. Die Wild Chimpanzee Foundation (WCF) ist eine Organisation die sich für den Erhalt der Schimpansen in ihrem natürlichen Lebensraum engagiert. In der Moyen-Bafing Region in Guinea leben in einem Waldgebiet von 8000 km2 ca. 5500 Schimpansen. Dabei handelt es sich um die größte Schimpansenpopulation Westafrikas.  Die WCF möchte in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Regierungsministerium in Guinea den Moyen-Bafing Nationalpark gründen. Dadurch kann die fortschreitende Abholzung des Regenwalds verhindert werden. Außerdem klären sie die Bevölkerung über Bushmeat und dessen Auswirkungen auf die Schimpansenpopulationen auf. Um diese Vorhaben umsetzen zu können ist es wichtig, eine genaue Kenntnis über die dort lebende Schimpansen zu besitzen. Die Serengeti-Park Stiftung unterstützt das Vorhaben der WCF und fördert die dafür nötigen Biomonitoringmaßnahmen.


Hier geht's zum Park: Serengeti-Park Hodenhagen
 


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Friday, 03. November 2017
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Am Samstag, 25. November 2017 besucht der Schweizer ESA-Astronaut Claude Nicollier das Technik Museum Speyer und hält ab 14.30 Uhr einen Vortrag in deutscher Sprache mit anschließe...
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